128 Seiten Kiez-Alltag, frech, unprätentiös und in Farbe – direkt aus dem Leben gegriffen: Mit „Voll dit Leben! Sam-melband 2“ erscheint heute das zweite Buch des Berliner Cartoonisten Sam Paff.mehr >
Seit 15 Jahren zeichnet der Autodidakt Sam Paff Cartoons frei nach Schnauze. Es ist der derbe Berliner Alltagshumor, den er regelmäßig zu Papier bringt. Inspiration holt Paff sich vor seiner Haustür: Echte Geschichten, die der Künstler selbst erlebt, ungefilterte Szenen, die vor seinem Lieblingskiosk in Berlin-Mitte passieren und kuriose Anekdoten, die er in der Friedrichshainer Kneipe von Freunden erfährt.
Paffs schnoddrige Dialoge sind eine Hommage an sein Vorbild Heinrich Zille, dem er auch im Gebrauch des Dialekts in nichts nachsteht: „Der Zille hat den Berlinern vor 100 Jahren jenauso uffs Maul jekiekt wie icke“, sagt der Künstler und ist dabei – trotz rauer Oberfläche – voller Sympathie für seine Helden. Rund 20 Charaktere hat er inzwischen kreiert. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht zu verleugnen. Einer Figur hat er persönliche Züge verliehen: „Der Typ mit der jrünen Kappe ist meen Alter Ego“, verrät Paff.
Vielen Hauptstädtern ist Sam Paff durch das U-Bahn-Fernsehen „Berliner Fenster“ bekannt. Darüber hinaus schmücken seine Cartoons seit 2008 täglich die letzte Seite des „Berliner Kurier“.
Für „Voll dit Leben! Sam-melband 2“ hat Paff 124 seiner Lieblingscartoons aus den letzten zwei Jahren ausgewählt. Das Buch ist für 15 Euro unter www.sam-4u.de sowie im ausgewählten Buchhandel erhältlich.
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Sam-melverlag, Barbara Pascaly
Bergstraße 70, D–10115 Berlin, presse@sam-4u.de, +49-30-48494729< weniger
Olaf Sonnenberg für den Berliner Kurier 05.07.2011
Den Witz hat er von Zille, der Strich erinnert an Uderzo (Asterix) - und doch ist Sam ganz und gar einmalig. Seit heute schmückt der Hinterhof-Cartoonist täglich die letzte Seite des Kurier. Es ist der derbe Berliner Alltags-Humor, den Sam so gerne zu Papier bringt: Szenen, die er selbst erlebt hat, Geschichten, die vor seiner Haustür in der Bergstraße (Mitte) passieren, Anekdoten, die er von Freunden im Panzerknacker-Klub (Kreutzigerstraße, Friedrichshain) erfährt. mehr >
Da steht ein Mann nackt im Flur, in der Wohnungstür keift die gerade eingetroffene Ehefrau: „So meinte ick det aber nicht: Du bist ausgezogen, wenn ick nach Hause komm.“ Da erkennt man sein großes Vorbild Zille: „Der hat den Berlinern genauso aufs Maul geschaut“, sagt Sam.
Seit 15 Jahren zeichnet und malt er Cartoons, Witzbildchen. Nie politisch („det liegt mir nich“), nie gegen Minderheiten („die haben jenuch mit ihrem Elend zu tun“) und immer voll Sympathie für seine Helden. Rund 20 Typen hat er inzwischen kreiert - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht zu verleugnen. Mutter und Tochter, Bauarbeiter, Ehefrauen, das Rentnerpaar, der Mann von der Würstchenbude. Einer Figur hat er persönliche Züge verliehen: Dem liebenswerten Chaoten mit der grünen Mütze und den langen Kotletten: „Mein Alter Ego.“
Beigebracht hat ihm das Zeichnen niemand: „Ich bin Autodidakt“, sagt Sam ein wenig stolz. Für ein Bild braucht er im Schnitt drei bis fünf Stunden. Zuerst entsteht eine Skizze, dann die Reinzeichnung, zum Schluss kommt der Feinschliff am PC. Bis zu fünf Cartoons schafft er am Tag - „und manchmal auch kein einziges. Solche Tage gibt es.“ Umgesetzt werden die Ideen am Küchentisch, nicht selten in Gesellschaft: „Da kommen ein paar Freunde, man quatscht und lacht und irgendwann habe ich den Bleistift in der Hand.“ < weniger
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